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TRANSILVANIA ADVENTURE TROPHY 2010 Das Team KFZ-Lehner war dabei Vom 11. bis 16.Juli 2010 trafen sich in DEVA/Rumänien 55 internationale Teams zum Offroad-abenteuer der Extraklasse - der TAT 2010. Ein Team besteht aus 2 Fahrzeugen, 2 Piloten, 2 Co-Piloten(+ Serviceteam). Es wurde in 2 Klassen gefahren, der "Extremklasse" und der "Hobbyklasse". Während sich die "Extremen" größtenteils mit der Winde durch den transilvanischen Wald fortbewegten, war es bei der "Hobbyklasse" nicht weniger spannend und anspruchsvoll. |
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| Ernst, Pilot Pajero Gregor, Pilot Cherokee |
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| Brigitte, Co-Pilot Pajero Barbara, Organisation Stefan, Co-Pilot Cherokee |
Der Bericht: Nach einem guten 2. Platz im Vorjahr gab es Veränderungen im Team. Der Pajero von Ernst&Brigitte war von den vergangenen Bewerben so fertig, daß er in unzähligen Arbeitsstunden komplett neu aufgebaut wurde. Der Beifahrersitz des Lehner-Jeeps wurde neu besetzt: Gregors bestes Stück und treue Beifahrerin Barbara konnte heuer nicht mitfahren und räumte den Sitz für den Neuzugang Stefan. Der aufgebaute Pajero und ein neuer Navigator waren 2 veränderte Faktoren, die eine spannende Trophy-Teilnahme garantieren sollten. Ankunft Am Samstag trafen wir uns sehr früh, um ohne Zeitdruck die 700 Autobahnkilometer nach Deva/Rumänien in Angriff zu nehmen. Die Vorfreude auf die Trophy in den rumänischen Bergen und Wälder war riesengroß. Die erste Challenge war es, den Anhänger mit dem Cherokee auf der Autobahn in der Spur zu halten, da er bei bestimmten Geschwindigkeiten anfing zu tanzen. Am Nachmittag kamen wir in Deva an und nahmen die Anmeldung in Angriff. Gute 2-3 Stunden später waren alle Formalitäten erledigt und die Autos im "Parc ferme" abgestellt. Genächtigt wurde in einem Innenstadthotel, das uns mit typischer kommunistischer Ausstattung beglückte. Tag1 Jetzt ging es richtig los. Start in den Prolog und in die erste Etappe. Die Autos vollgestopft bis zum Dach mit Campingausstattung, da wir am Abend unsere Zelte im Camp aufschlagen werden. Am Rande der Stadt begann Etappe Nr.1. Kurz aber schon fordernd für Material und Team. Einen Astabweiser und einen vorderen Stoßdämpfer, der trotz Doppeldämpfer an der Vorderachse abgerissen ist. Am Abend war dann Einiges zu tun... Nach Etappe1: 3.Platz Tag2 Nach einem herzhaften rumänischen Frühstück ging es auf eine nahegelegene Brücke zum Start in die 2. Etappe. Nach einigen schnellen Passagen ging es wieder tief in den Wald und die erste schlammige Schrägfahrt sollte das Feld wieder zusammenführen. Nachdem alle nachfolgenden Teams sich "anstellen" mussten, wurde der Trophyspirit aktiviert und die Teams halfen sich gegenseitig durch die Passage. Winden, Gurte und Waffelboards wurden richtig strapaziert. Wir waren zügig unterwegs, bis uns die ersten kleineren Defekte ereilten. Das hintere Seitenfenster am Cherokee hatte einem Ast nachgegeben und die Stromversorgung für das GPS musste repariert werden. Das kostete uns wertvolle Zeit und ein Team nach dem anderen zog an uns vorbei. Kurze Zeit später ein unklarer Abzweig im Roadbook und schon waren wir in wunderschönen Wäldern unterwegs, nur leider nicht mehr auf der vorgegeben Strecke. Viele Minuten später und mit einigen Kilometern zu viel auf der Uhr, fanden wir auf die Strecke zurück und waren froh, daß fast alle Teams an der besagten Stelle falsch navigiert hatten. Ein absolutes Highlight war die erste Härteprobe für den neuen Außenkäfig am Pajero. Er schmiegte sich bei Schrägfahrten in Hohlwegen an das Erdreich und funktionierte einwandfrei. Nach einer verlorenen Schraube am Querlenker des Pajero und der daraus resultierenden längeren Zwangspause, hatten wir alle Hoffnungen auf eine gute Platzierung für diesen Tag begraben. Nach 10,5 Stunden erreichten wir das Ziel...... Wir waren bis auf Platz 15 zurückgefallen. Tag3 Der Tag begann mit umfangreichen Reparaturen an beiden Autos. Bis zum Start waren wir rechtzeitig fertig. Heute galt es wieder Boden gut zu machen. Nach den ersten Kilometern eine Schrecksekunde: In einer steilen Linkskehre kippte der Cherokee über das linke Vorderrad und legt sich in Zeitlupentempo auf die Fahrerseite. Nachfolgende Teams halfen uns schnell wieder auf die Beine und es ging schon weiter. Es wird Zeit, das rumänische Dacia-Duster-Werksteam zu erwähnen. Das Dacia-Team startete mit 2 leicht modifizierten Dustern in die Trophy und konnte anfängliche Skepsis der anderen Teams in Respektbekundungen verwandeln. Die Mädels und Jungs aus der rumänisch/französischen Dacia-Entwicklungsabteilung fuhren ein gutes Rennen. Am nächsten großen Schlammloch kam es dann zur nächsten Zusammenkunft der Teams. Hüfthoher Schlamm kostete uns einen Seilhaken und einige Meter des Windenseils, daß sich gerne mal in 2 Stücke teilte. Am Nachmittag gab es eine Peilung im Roadbook, die spannend werden sollte. Laut GPS-Peilung sollten wir eine Bergspitze in 4,4km Entfernung ansteuern, an der das Roadbook dann weiterging. Nach geraumer Zeit und einem schweren kurzen Regenguss konnten wir den Punkt finden. Wir haben uns an diesem Tag auf den 12.Platz vorgearbeitet. Tag4 Heute geht es hoch hinaus. Eine tolle Strecke. Die transsilvanischen Berge zeigen sich von ihrer schönsten Seite. Bei einer steilen Bergabfahrt verabschiedet sich wieder die Schraube am rechten Querlenker, Ernst hat alle Hände voll zu tun den Pajero in den Stand zu bringen. Auch das Problem kann Gregor lösen und wir waren wieder unterwegs. Wieder Plätze gutgemacht: 8. Platz nach 4 Etappen Tag5 Wieder ein sonniger Tag. Die Kämpfe der vergangenen Etappen sind den meisten Fahrzeugen bereits anzusehen. Es läuft sehr gut, wir kommen ohne Probleme voran. Tageshighlight ist die kilometerlange Befahrung einer stillgelegten Bahnstrecke und mehrerer Tunnel. Die Schwellen im Gleisbett verlangen dem Rücken und dem Auto alles ab. Auch an diesem Tag sollten wir nicht von einem Defekt verschont bleiben: Der Pajero wird nur mehr durch 5 Zylinder befeuert, Zylinder 6 hat sich eine Auszeit genommen. Es ging die letzten Kilometer bergab und Ernst holte aus dem Pajero alles raus. Trotz dem Verlust eines Zylinders konnten wir uns wieder verbessern: Platz 6 Tag6 Nachdem wir den halben Motor und die Einspritzanlage zerlegt, kontrolliert, gereinigt und wieder zusammengefügt hatten, versagte Zylinder 6 noch immer seinen Dienst. Beim Service des Cherokee wurden noch ein Riss am Rahmen sichtbar - keine guten Voraussetzungen für die letzte Etappe. Bereits nach der ersten Schlammdurchfahrt und einer steilen Auffahrt im Wald, wurde klar, daß der Pajero nicht mit eigener Kraft durch die gesamte Etappe kommt. Die einzige Alternative war, das Etappenziel über den Asphalt zu erreichen und damit alle GPS-Checkpoints zu verlieren. Daß dies keine positive Auswirkung auf die Gesamtplatzierung haben würde, war uns klar. Wir belegten trotz der Strafzeit für fehlende Checkpoints und aller Gebrechen den 8. Gesamtrang von 31 Teams(Hobbyklasse). Am Abend ging es ins Hotel und dann zur großen Abschlußfeier auf dem Hauptplatz in Deva. Auf der großen Bühne wurde Pokale überreicht und ein DJ gab seine Musik zum Besten, ein Volksfest an dem sich die halbe Stadt beteiligte. Fazit: Es war insgesamt sehr schön, Transsilvanien war wunderbar, die Rumänen herzlich. Die Strecken waren sehr gut ausgesucht, die Roadbooks mit wenigen Fehlern. Die Organisatoren haben sich mit der Auswertung der GPS-Tracker etwas schwer getan, nach Unterstützung und Vetos zahlreicher Teilnehmer waren die Ergebnisse und Startaufstellungen halbwegs brauchbar. |
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