RC44 Valencia Cup, 27. Juli – 01. August 2010

ZUFRIEDEN UND DENNOCH ENTTÄUSCHT

Das AEZ RC44 Sailing Team bringt sich vor Valencia positiv ins Gespräch, lässt aber zu viele Chancen ungenützt.

Österreichs Hochsee-Asse beenden die vierte Runde der RC44 Championship Series auf Platz zehn. Zum Abschluss der Fleet Race Serie segelten Rene Mangold, Christian Binder und Co. heute vor Valencia die Ränge neun und elf ins Trockene, trotz der mangelhaften Chancenauswertung überwiegt das Positive.

Zum einen hat man dank eines neuen Großsegels auf dem Materialsektor bei Leicht- und Mittelwind einen Volltreffer gelandet, zum anderen kam das Team nach anfänglichen Schwierigkeiten von Tag zu Tag besser ins Segeln. Werner Jettmar, der anstelle von Werner Ebenhöh das Großsegel trimmte, wusste nach lediglich einem Trainingstag zu überzeugen, unterm Strich haben kollektive Schwächen im Manöverbereich den Unterschied ausgemacht.

„Wenn man unsere Vorbereitung mit jener der Konkurrenz vergleicht, müssen wir mit unserer seglerischen Leistung mehr als zufrieden sein. Wir sind mittlerweile in der Lage gewisse Defizite mit Herzblut und enormen Einsatz auszugleichen, die fehlenden Wasserstunden kann man aber nicht schön reden. Diesen Nachteil werden wir als Amateure immer haben, am Ziel, sich in dieser hochkarätig besetzten Liga im Mittelfeld zu positionieren, ändert sich trotzdem nichts“, resümiert Christian Binder, der im Match Race steuert und bei den Flottenrennen die taktischen Entscheidungen trifft.

Die Tatsache, im Konzert der Superstars mit Mascalzone Latino das italienische America´s Cup Syndikate abmontiert zu haben bestätigt den seglerischen Aufwärtstrend, der bei der Weltmeisterschaft vor Puerto Calero (11.-16. Oktober) fortgesetzt werden soll. „Letzte Saison waren wir vergleichsweise chancenlos, mittlerweile sind vier bis fünf Profi-Teams in unserer Reichweite. Haben wir bei der WM einen Lauf, ist das Mittelfeld keine Utopie“, so Trainer Alfred Pelinka, der in den vergangenen Tagen auf einer emotionalen Achterbahn herumgesaust war. „Die Burschen haben seglerisch ihre beste Saisonleistung gezeigt und sich durch individuelle Schnitzer wieder die Butter vom Brot nehmen lassen. Wir hätten die Hälfte der Wettfahrten unter den Top5 beenden können, ja sogar müssen, wenn dann ein Fehler den gesamten Durchgang kaputt macht tut das Zuschauen doppelt weh.“

Der Neuseeländer Cameron Appelton und das Team Aqua hatte nach dem Sieg im Match Race auch im Fleet Race das beste Ende für sich, die für die die Vereinigten Arabischen Emirate tätige Crew übernimmt mit dem ersten Saisonsieg die Führung in der Championship-Serie 2010.

RC44 Valencia Cup Gesamtergebnis (Match Race + Fleet Race)
1. Team Aqua UAE 2
2. Team Artemis SWE 4
3. Team 17 USA 8
10. AEZ RC44 Sailing Team AUT 21

Link: www.rc44.at
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